Frauenkrankheiten


Hintergrundwissen Frauenheilkunde

Aufbau und Funktion der weiblichen Brust

Die weibliche Brust (Mamma) besteht vorwiegend aus Fettgewebe, darin eingebettet sind Milchdrüsen (Brustdrüsen) und ein System von Milchgängen, die in der Brustwarze (Mamille) münden. Stützendes straffes Bindegewebe (Kollagen) gibt der Brust ihre äußere Form und ihren Halt. Die Brustgröße hängt – zumindest außerhalb der Stillzeit – allein von der Menge des Fettgewebes ab. In den 15–24 Drüsen wird nach einer Geburt Milch gebildet, die durch die Milchgänge zur Brustwarze gelangt.

Die weibliche Brust beginnt sich zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr unter der Einwirkung von Geschlechtshormonen zu entwickeln, die im Vorfeld der Pubertät erstmalig ausgeschüttet werden. Ein fühlbares Knötchen (Brustknospe) unter der Brustwarze ist hierfür das erste Zeichen. Dieser Beginn des Brustwachstums wird als Thelarche bezeichnet. Die Thelarche ist das erste Pubertätszeichen und erscheint 1–2 Jahre vor der ersten Monatsblutung.

Mit dem Ende der Pubertät, also etwa mit 15–17 Jahren, ist auch die Brustentwicklung abgeschlossen. Die Milchdrüsen sind zu diesem Zeitpunkt vollständig angelegt, wachsen jedoch bei einer Schwangerschaft und der nachfolgenden Stillzeit noch weiter.

Während der gesamten geschlechtsreifen Zeit im Leben einer Frau sind Veränderungen an der Brust spürbar, die im Wesentlichen durch die Geschlechtshormone ausgelöst werden:

  • In der zweiten Hälfte des Monatszyklus kann die Brust größer werden und ein Spannungsgefühl erzeugen.
  • Auch bei Einnahme der „Pille“ spüren viele Frauen, dass ihre Brüste größer werden und eventuell etwas spannen.
  • Bei sexueller Erregung kann eine trübe, milchige Flüssigkeit (Kolostrum) aus den Brustwarzen austreten.
  • Bei vielen Frauen ändert sich die Größe der Brüste auch parallel zu ihrem Körpergewicht: Nimmt das Körpergewicht insgesamt zu, werden auch die Brüste größer – und umgekehrt.
  • Etwa ab dem 40. Lebensjahr bildet sich das stützende Bindegewebe zurück und wird vor allem durch Fett ersetzt, sodass die Brust an Spannkraft und Fülle verliert.
  • Auch die Brustwarzen werden ab 40 wieder kleiner und flacher.

Aufbau und Funktion der weiblichen Geschlechtsorgane

Zu den äußeren Geschlechtsorganen (äußere Genitalien, Vulva) gehören Scheidenvorhof, Schamlippen und Klitoris (Kitzler). Der Scheidenvorhof, in den neben der Scheide auch die Harnröhre mündet, wird von den kleinen Schamlippen umschlossen. Die kleinen Schamlippen gehen vorne in die Klitoris über und werden von den großen Schamlippen umschlossen. Die Klitoris entspricht von der Entwicklung her dem männlichen Penis und besitzt Schwellkörper. Sie ist mit vielen Nerven versorgt und spielt eine große Rolle für das sexuelle Lustempfinden.

In den Scheidenvorhof münden außerdem die Ausführungsgänge der Bartholin-Drüsen, deren Sekret für eine Befeuchtung der Scheide sorgt. Die Grenze zwischen den äußeren und inneren Geschlechtsorganen bildet das Jungfernhäutchen (Hymen), das auch bei Kindern nicht ganz verschlossen ist. Es reißt meist unbemerkt beim ersten Geschlechtsverkehr vollständig ein (Defloration), sodass der Scheideneingang danach weiter ist. Häufig geschieht dies auch schon früher durch die Benutzung von Tampons zur Monatshygiene.

Manchmal ist das Jungfernhäutchen komplett verschlossen (Hymenalatresie). Es kommt dann während der Pubertät zum Zeitpunkt der ersten Monatsblutungen zu krampfartigen Schmerzen, da das Menstruationsblut nicht abfließen kann. Die Therapie erfolgt durch einen kleinen operativen Schnitt.

Im weiteren Sinn zählt man auch den mit Schamhaaren bedeckten Schamhügel (Venushügel) zu den äußeren Geschlechtsorganen.

Zu den inneren Geschlechtsorganen (innere Genitalien) gehören Scheide (Vagina), Gebärmutter (Uterus), Eileiter (Tuben) und Eierstöcke (Ovarien). Die Scheide führt als 8–10 cm langer Schlauch aus Muskel- und Bindegewebe von den äußeren Geschlechtsorganen zur Gebärmutter. Ihr oberer Rand umschließt den Muttermund (Portio) des Gebärmutterhalses (Cervix uteri, kurz Zervix).

Der Muttermund ist bei einer Frau, die noch keine Kinder geboren hat, grübchenförmig. In der Schwangerschaft lockert er sich zunehmend und weitet sich bei der Geburt auf. Als Folge davon bildet er nach der Geburt einen horizontal verlaufenden Spalt, der die vordere von der hinteren Muttermundlippe trennt.

In den Eierstöcken sind bereits zum Zeitpunkt der Geburt einer Frau bzw. eines Mädchens alle Eizellen vorhanden, genauer gesagt rund 400 000, von denen aber nur ein Tausendstel in den fruchtbaren Jahren der Frau heranreift.

In der Scheidenwand (oft auch Scheidenschleimhaut genannt) produzieren Döderlein-Bakterien Milchsäure und sorgen so für das saure Scheidenmilieu mit einem pH-Wert von 3,8–4,5, sodass sich von außen eindringende Keime in der Scheide nicht vermehren können. Die Gebärmutter ist etwa 7 cm lang und hat die Form einer Birne. Sie ist nach vorn geneigt, zusätzlich nach vorn abgeknickt und liegt über dem Dach der Harnblase.

Während der Wechseljahre verdünnt sich auch die Scheidenwand. Eine schlechtere Durchblutung hat zur Folge, dass die Drüsen weniger Sekret produzieren und die Scheide insgesamt trockener wird, häufig juckt und anfälliger für Entzündungen ist (Wechseljahrsbeschwerden).

Die Gebärmutter besteht aus Gebärmutterhals und Gebärmutterkörper (Corpus uteri). Der Gebärmutterkörper ist ein Muskelgeflecht, das Myometrium genannt wird, und sich bei der Geburt, aber auch bei der Menstruation zusammenzieht. Innen formt das Myometrium die Gebärmutterhöhle, deren Wand von der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet ist. Indem sie ihre Schleimhaut aufbaut, bereitet sich die Gebärmutter jeden Monat auf die Einnistung eines befruchteten Eis vor. Vom Gebärmutterkörper aus verlaufen die Eileiter auf beiden Seiten zu den etwa pflaumengroßen Eierstöcken, die sie mit jeweils einem Trichter umgeben. In den Eierstöcken reifen im monatlichen Rhythmus die Eizellen heran, die beim Eisprung vom Trichter der Eileiter aufgefangen und in die Gebärmutter transportiert werden.

Im Verlauf einer Schwangerschaft vergrößert sich die normalerweise 50 g leichte Gebärmutter auf rund 1 000 g. Nach der Geburt kehrt sie aber innerhalb weniger Wochen wieder zu ihrer normalen Größe zurück. Nochmals verkleinert sich die Gebärmutter in den Wechseljahren.

Kräftige bindegewebige Bandstrukturen, die Parametrien, verlaufen zwischen der Gebärmutter und der seitlichen Beckenwand und halten die Gebärmutter in ihrer richtigen Position im kleinen Becken. Weitere Bänder ziehen von der Gebärmutterrückseite zum Steißbein sowie von der Gebärmutter durch die Leistengegend in das Bindegewebe der großen Schamlippen. Auch die Eierstöcke sind mit Bändern fixiert, die zur Gebärmutter und zu den anderen Bandstrukturen verlaufen. Eileiter und Eierstöcke werden zusammen mit den dazugehörigen Bändern auch als Adnexe (Anhängsel) bezeichnet. Die Muskeln des Beckenbodens stützen die Organe im Becken von unten her.

Aufbau und Funktion des weiblichen Beckenbodens

Der Beckenboden ist der bindegewebig-muskulöse Boden der Bauch- und Beckenhöhle. Er wird hinten unter anderem durch den großen Darmschließmuskel, den Musculus levator ani, gebildet und ist durchbrochen vom Mastdarm. Dieser hintere Anteil heißt Diaphragma pelvis. Den vorderen Anteil, Diaphragma urogenitale genannt, bildet ein kompliziertes Geflecht von Muskelzügen und Bindegewebefasern, das bei der Frau leichter erschlaffen kann, weil hier Scheide und Harnröhre durchtreten müssen. Auch wird das Diaphragma urogenitale bei einer Geburt leicht durch Dammrisse oder -schnitte verletzt.

Der Beckenboden hat drei Aufgaben: sich anzuspannen, sich zu entspannen und bei Druckerhöhungen im Bauchraum, wie z. B. beim Niesen, einen Gegendruck aufzubauen:

  • Die erste Funktion, das Anspannen, ist unerlässlich, um den Urin zu halten (der Mediziner sagt, die Kontinenz zu sichern). Dabei stützt die Beckenbodenmuskulatur maßgeblich die Harnröhre und den Schließmuskel der Harnblase.
  • Der Beckenboden entspannt sich beim Wasserlassen, beim Stuhlgang, bei der Frau beim Geschlechtsverkehr sowie beim Mann bei einer Erektion. Beim Orgasmus pulsiert der Beckenboden, Anspannung und Entspannung wechseln sich also ab.
  • Einen erheblichen Gegendruck muss der Beckenboden u. a. beim Tragen schwerer Lasten, beim Husten, Niesen, Lachen oder Hüpfen aufbauen; sonst käme es auch hier zum Urinverlust, genauer gesagt zur Dranginkontinenz.

Bei der Frau kann die Beckenbodenmuskulatur durch komplizierte Geburten geschwächt werden. Wird sie nicht nach jeder Geburt ausreichend trainiert (z. B. mit regelmäßiger Beckenbodengymnastik), droht die Senkung der Organe ins kleine Becken, was sich dann als Harninkontinenz und als Gebärmuttervorfall bemerkbar macht.

Das medizinische Fachgebiet Gynäkologie

Über Jahrhunderte lag die Behandlung von Frauenleiden in den Händen heilkundiger Frauen und Hebammen, die ihr Wissen untereinander austauschten und von Generation zu Generation weitergaben. Dies änderte sich erst vor 125 Jahren, als die moderne Medizin die Bedeutung der Frauenerkrankungen für die Volksgesundheit im Allgemeinen und die Arbeitsfähigkeit der Frauen im Besonderen erkannte. So kam es, dass die Ärzteschaft das alleinige Behandlungsrecht für Frauenerkrankungen beanspruchte, was die Politik unterstützte, v. a. um den Zugang zu Verhütungsmitteln zu beschränken. Speziell in Deutschland ist diese Entwicklung noch einen Schritt weitergegangen: Hier diagnostizieren und behandeln fast nur noch Frauenärzte und -ärztinnen (Gynäkologen) gynäkologische Erkrankungen.

Weiterführende Informationen

  • www.dggg.de – Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V., Berlin: Mit ärztlichen Leitlinien aller Fachbereiche und weiterführenden Links.
  • Artemis.bzga.de/frauen – Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, Köln): Datenbank, die sich speziell der Frauengesundheit widmet. Deckt alle Frauenkrankheiten in den unterschiedlichen Lebensphasen ab, übersichtlich und informativ.
  • C. Northrup: Frauenkörper, Frauenweisheit. Zabert Sandmann, 2002. Hervorragendes Buch aus dem Genre der „ganzheitlichen“ Frauenheilkunde. Die medizinische Sichtweise der Autorin ist feministisch, oft unorthodox, ermutigt aber immer die Leserin, ihren Selbstheilungskräften und der Intuition zu vertrauen.
  • G. Hoffbauer: Gerne Frau! Mein Körper – meine Gesundheit. Springer, 2005. Das „medizinischste“ – auch medizinisch korrekteste – und im guten Sinne schnörkelloseste Frauengesundheitsbuch.
  • I. Ehmer: Probleme im Intimbereich … damit müssen Sie nicht leben! DocDurchblick, 2004. Fundierter und informativer Ratgeber zu den häufigsten Krankheiten und ihren Therapieverfahren, mit praxisnahen (Selbsthilfe-)Tipps.

Der Besuch beim Frauenarzt

Gynäkologische Anamnese

Vor der gynäkologischen Untersuchung befragt der Frauenarzt die Patientin zu den momentanen Beschwerden, nach Häufigkeit und Dauer der Periode, praktizierter Verhütung, Schwangerschaften, Krebserkrankungen in der Familie (vor allem Brust-, Gebärmutter- und Darmkrebs) und früheren gynäkologischen Eingriffen. Nach dieser gynäkologischen Anamnese und Messung des Blutdrucks erfolgt die gynäkologische Untersuchung und die der Brust.

Gynäkologische Untersuchung

Für die gynäkologische Untersuchung setzt sich die Patientin mit freiem Unterkörper auf den gynäkologischen Stuhl. Die Beine werden dabei etwas angewinkelt nach beiden Seiten weit geöffnet und durch eine schalenförmige Halterung für die Knie gehalten. Für viele Frauen ist diese Situation unangenehm, da sie intimste Körperbereiche einem Fremden zeigen müssen. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, ist bei den meisten Frauenärzten und auch -ärztinnen eine Arzthelferin während der Untersuchung zugegen.

Der Arzt beginnt mit der Inspektion und Untersuchung des äußeren Geschlechtsorgans: Er achtet auf Veränderungen wie Entzündungen, Wucherungen, Fehlbildungen oder krankhaften (pathologischen) Ausfluss. Anschließend folgt die bimanuelle Tastuntersuchung (Untersuchung mit beiden Händen). Zur Beurteilung der Gebärmutterrückseite sowie des Raums zwischen Gebärmutter und Mastdarm (Douglas-Raum) tastet der Frauenarzt mit einem Finger auch den Enddarm aus (rektale Untersuchung).

Untersuchung mit dem Spekulum und Abstrichentnahme

Für die Untersuchung der Scheide führt der Arzt ein angewärmtes Spekulum (Spiegel) ein, um den Scheideneingang, die Innenwand der Scheide, den Gebärmutterhals und den Muttermund beurteilen zu können.

Mit einem Scheidenabstrich untersucht der Arzt oder das von ihm beauftragte Labor, ob eine Infektion mit Pilzen oder Bakterien vorliegt. Dazu wird die mit einem Wattetupfer entnommene Probe auf einem Objektträger abgerollt und unter dem Mikroskop betrachtet.

Zum Nachweis von Chlamydien macht der Arzt bei Frauen unter 25 zusätzliche einen Muttermundabstrich bzw. seit 2009 eine Urinuntersuchung.

Um bösartige Entartungen der Schleimhaut am Muttermund frühzeitig zu erkennen, wird bei jeder Krebsfrüherkennung sowie bei verdächtigen Veränderungen ein Abstrich mit Zellen vom äußeren Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal entnommen (Gebärmutterhalsabstrich). Die gewonnenen Zellen werden auf eine kleine Glasplatte (Objektträger) aufgetragen, in einem Labor eingefärbt und unter dem Mikroskop auf abnorme Veränderungen und Krebszellen untersucht (zytologische Untersuchung). Die nach dem griechischen Anatom und Pathologen George Nicolas Papanicolaou benannte Färbung gab dem Test auch seinen zweiten Namen: Papanicolaou- oder Pap-Test. Je nach Grad der Zellveränderung wird das Ergebnis in die Klassen I bis V eingeteilt:

  • Pap I: Unverdächtiger Befund
  • Pap II: Mäßig entzündliche Veränderungen; nächster Abstrich nach einem Jahr
  • Pap III: Stärkere entzündliche oder degenerative Veränderungen; Wiederholung des Pap-Tests nach drei Monaten
  • Pap III D (für Dysplasie): kann die Vorstufe eines bösartigen Tumors sein; engmaschige Wiederholung alle drei Monate. Besteht der Befund über zwölf Monate fort, wird eine Biopsie gemacht.
  • Pap IV A, Pap IV B: Krebserkrankung möglich, evtl. Konisation und engmaschige Kontrollen notwendig
  • Pap V: Krebserkrankung wahrscheinlich.

Manche Frauenärzte raten ihren Patientinnen zu einer anderen Methode: Der Gebärmutterhalsabstrich wird nicht wie sonst üblich auf einem Objektträger fixiert, sondern in eine spezielle Flüssigkeit eingetaucht und im Reagenzglas zum Labor transportiert. Die Überlegenheit dieser Flüssigkeitszytologie gegenüber dem fixierten Gebärmutterhalsabstrich ist wissenschaftlich nicht gesichert, die Mehrkosten werden von den gesetzlichen Kassen deshalb auch nicht übernommen. Wir Autoren halten diese IGeL-Leistung für überflüssig.

Seit Beginn der Früherkennung durch den Gebärmutterhalsabstrich im Jahr 1971 ist die Sterblichkeit von Frauen mit Gebärmutterhalskrebs um über zwei Drittel zurückgegangen. (Seit 2007 wird eine Impfung gegen Humane Papillom Viren empfohlen, die verantwortlich sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.) Der zytologische Test ist allerdings mit erheblichen Problemen verbunden:

  • Wie jeder andere Früherkennungstest ist auch die Diagnose aus einem Gebärmutterhalsabstrich nicht 100%ig zuverlässig: Der Übergang zwischen normalen Zellen und Krebszellen ist fließend. Deshalb werden Befunde manchmal entweder übersehen oder überdiagnostiziert.
  • In Deutschland wird dieses Problem durch mangelnde Qualitätskontrolle verschärft, denn die Diagnosen schwanken von Labor zu Labor erheblich.

Die diagnostische Unsicherheit hat Folgen: Nach einem auffälligen Gebärmutterhalsabstrich folgt zunächst eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie), eventuell mit Entnahme von Gewebeproben oder einer Ausschabung des Gebärmutterkanals. Sind auch diese Proben auffällig, wird das veränderte Gewebe durch Laser oder Skalpell entfernt (Konisation). Mit einer Konisation ist aber nicht nur ein Operationsrisiko verbunden; bei jüngeren Frauen steigt nach dieser Behandlung auch das Risiko einer Frühgeburt [N22]. Bei Frauen, deren Familienplanung abgeschlossen ist, wird manchmal zur Entfernung der Gebärmutter geraten. Pro Jahr werden in Deutschland wegen Krebsvorstufen 150 000 operative Eingriffe durchgeführt, von denen einige vermutlich nicht notwendig wären – im internationalen Vergleich nimmt Deutschland daher eine Spitzenstellung ein.

Untersuchung der Brust

Nach der Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane folgt die Brustuntersuchung. Das Abtasten der Brüste gehört ab dem 30. Lebensjahr zur jährlichen Krebsfrüherkennung. Der Arzt sieht sich die Brüste auf Form- und Größenunterschiede hin an, sucht nach Entzündungen, Schwellungen und Einziehungen der Haut. Veränderungen wie bei einer Zellulite („Orangenhaut“) können auch Anzeichen eines bösartigen Tumors in der Brust sein. Der Arzt tastet die Brust anschließend mit kreisenden und streichenden Bewegungen ab und prüft durch leichten Druck auf die Brustwarze, ob Sekret austritt. Die Untersuchung der Achselhöhlen ist notwendig, um vergrößerte Lymphknoten zu entdecken.

Unterschiede zwischen den Brüsten werden vom Arzt registriert; sie sind im Allgemeinen nicht krankhaft: Viele Frauen haben seit ihrer Jugend ungleich große Brüste, andere haben beim Stillen auf einer Seite eine Brustentzündung bekommen, die die Brustform verändert hat. Ein Warnhinweis ist jedoch, wenn sich eine Brust prall anfühlt, die andere aber nicht.

Untersuchung zur Krebsfrüherkennung

Jede Frau ab dem 20. Lebensjahr ist in Deutschland aufgefordert, jährlich eine Untersuchung zur Krebsfrüherkennung durchführen zu lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Zu den gynäkologischen Früherkennungsuntersuchungen gehören:

  • Die gynäkologische Untersuchung des äußeren und inneren Geschlechtsorgans einschließlich Scheidenspiegelung und Abstrichentnahme
  • Ab dem 30. Lebensjahr die Tastuntersuchung der Brust mit Anleitung zur Selbstuntersuchung
  • Zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr die Mammografie, bei Frauen mit Risikofaktoren für Brustkrebs sogar in jedem Lebensalter.

Der Menstruationszyklus

Zwischen etwa 12 und 55 Jahren ist eine Frau geschlechtsreif, d. h. sie kann schwanger werden. Die Geschlechtsreife zeigt sich durch den regelmäßigen Eisprung (Ovulation) und der damit verbundenen Menstruation (Monatsblutung, Regelblutung, Abbruchblutung, Periode, Menses, „Tage“). Da die Blutung monatlich immer wiederkehrt, spricht man auch vom Menstruationszyklus (mensis = Monat). Die erste Menstruationsblutung beim jungen Mädchen wird als Menarche bezeichnet und setzt in der Regel zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr ein. Die letzte Periodenblutung der Frau heißt Menopause und bedeutet das Ende der Fortpflanzungsfähigkeit. Grundlage des Menstruationszyklus ist ein ausgeklügeltes Zusammenspiel der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, deren Konzentrationen zyklisch ansteigen und wieder abfallen. Unter dem Einfluss von Östrogen, das zum einen in den Eierstöcken, zum anderen aber auch vom heranreifenden Eibläschen (Follikel) gebildet wird, bereitet sich die Schleimhaut in der Gebärmutter darauf vor, dass ein befruchtetes Ei sich einnisten kann. Die Schleimhaut verdichtet sich, indem ihre Zellen sich stark vermehren, und lagert Nährstoffe ein. Sie wird aufgebaut und wächst von etwa 2 mm bis auf eine Stärke von 10–12 mm. Hat die Östrogenkonzentration eine bestimmte Höhe erreicht, bewirkt sie die Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH). Dieses wiederum sorgt dafür, dass der Eisprung stattfindet. Die Eizelle wird von der trichterförmigen Öffnung des Eileiters aufgenommen und beginnt ihre Wanderung durch den Eileiter zur Gebärmutter hin. Der im Eierstock zurückgebliebene Rest des Eibläschens wird zum Gelbkörper. Er produziert das Hormon Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt. Unter dessen Einfluss bleibt die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut erhalten. Wird die Eizelle jedoch nicht befruchtet, bildet sich der Gelbkörper zurück, gleichzeitig vermindert sich damit die Ausschüttung von Progesteron. Sinkt die Progesteronkonzentration im Blut unter einen bestimmten Wert, kann die aufgebaute Schleimhaut nicht erhalten werden. Ungefähr zwei Wochen nach dem Eisprung lösen sich die oberen Schichten der Gebärmutterschleimhaut ab und es kommt zur Blutung. Da die verminderte Hormonkonzentration die Blutung auslöst, wird sie häufig auch als Entzugsblutung bezeichnet. Der erste Tag der Blutung ist definiert als erster Zyklustag.

Verlauf und Dauer des Zyklus

Die Menstruationsblutung dauert in der Regel 3–7 Tage. Dauer, Stärke und Verlauf der Menstruation können bei jeder Frau unterschiedlich sein. Während einer Menstruation werden durchschnittlich 65 ml Menstruationsflüssigkeit ausgeschieden, der größte Teil davon in den ersten beiden Tagen. Um das Ablösen der Gebärmutterschleimhäute zu erleichtern, zieht sich die Gebärmutter zu Beginn der Menstruation häufig zusammen. Dies kann sich für die Frau als leichtes Ziehen bis hin zu starken, krampfartigen Unterleibsschmerzen bemerkbar machen. Zusammen mit dem Blut werden auch kleinste Gewebestückchen ausgeschieden, die zur Gebärmutterschleimhaut gehören und kein Grund zur Beunruhigung sind. Auch kleinere Blutgerinnsel sind an den ersten Tagen der Monatsblutung normal.

Gleichzeitig mit der Blutung reift im Eierstock ein neues Eibläschen, die Östrogenkonzentration steigt Tag für Tag, und die Gebärmutterschleimhaut bereitet sich erneut auf die Einnistung eines befruchteten Eis vor. Diese Phase im Menstruationszyklus nennt man Aufbauphase (Proliferationsphase). Sie endet zwischen dem 12. und 15. Zyklustag (Zyklusmitte) mit dem Eisprung. Zu diesem Zeitpunkt ist die Schleimhaut wieder maximal aufgebaut und wird erhalten, solange der Gelbkörper noch Progesteron produziert. Diese Sekretionsphase (Lutealphase) endet nach dem 28. Zyklustag mit Beginn der nächsten Blutung. Die Sekretionsphase nach dem Eisprung, in der sich der Gelbkörper bei ausbleibender Befruchtung zurückbildet, dauert immer 14 Tage. Dagegen kann die erste Zyklushälfte – also die Zeit der Monatsblutung und des erneuten Schleimhautaufbaus – unterschiedlich lang sein und variiert zwischen 11 und 21 Tagen. Dementsprechend dauert ein ganzer Menstruationszyklus zwischen 25 und 35 Tagen, im Durchschnitt 28 Tage.

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Die wichtigsten hormonellen Veränderungen im Menstruationszyklus. Kommt es zur Befruchtung und zur Einnistung des Eis, stirbt der Gelbkörper nicht ab, sondern wächst bei steigender Progesteronbildung weiter. Das Beta-HCG (Human Chorion Gonadotropin)-Hormon wird beim Eintritt einer Schwangerschaft von den Zellen des Mutterkuchens (Plazenta) gebildet. Beim Schwangerschaftstest wird das HCG-Hormon im Urin nachgewiesen.

Spürbare Veränderungen im Zyklus

Das regelmäßige Ansteigen und Absinken der Hormonspiegel im Blut macht sich natürlich auch in anderer Weise als nur in der Monatsblutung für die Frau bemerkbar. So kann es sein, dass zum Zeitpunkt des Eisprungs und in der zweiten Zyklushälfte durch den Einfluss von Östrogen vermehrt Wasser eingelagert wird und die Brust spannt. Durch die Wirkung des Progesterons steigt die Körpertemperatur 1–2 Tage nach dem Eisprung um etwa 0,5 °C an und bleibt während der ganzen zweiten Zyklushälfte erhöht. Stimmungsschwankungen aufgrund der plötzlich abfallenden Hormonspiegel sind in den Tagen vor der Menstruation genauso häufig wie Heißhungerattacken oder glanzloses Haar.

Eine weitere zyklische Veränderung betrifft den Gebärmutterhalsschleim (Zervixschleim). Der Schleimpfropf, der normalerweise den Gebärmutterhals verschließt und damit sowohl Keime als auch Spermien am Eindringen in die Gebärmutter hindert, verflüssigt sich kurz vor dem Eisprung und wird durch die Scheide ausgeschieden. Gleichzeitig öffnet sich der Muttermund ein wenig und erleichtert damit den Spermien den Weg in die Gebärmutter. Die Frau bemerkt den aus der Scheide austretenden Schleim bereits ab dem 10. oder 11. Tag, das Maximum ist am 15. Tag erreicht. Zu diesem Zeitpunkt verändert der Schleim auch Farbe und Konsistenz. Er wird durchsichtig und lässt sich zwischen zwei Fingern mehrere Zentimeter auseinanderziehen („Spinnbarkeit“).

Feststellung der aktuellen Zyklusphase

Die Veränderungen der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron innerhalb der verschiedenen Zyklusphasen sind für die Frau zum einen selbst spürbar, zum anderen lassen sie sich beim Arzt mithilfe der hormonellen Funktionsdiagnostik (Vaginalzytologie) kontrollieren und dokumentieren. Die Funktion von Progesteron z. B. zeigt sich in veränderten Zellen der Scheidenwand.

Zur Untersuchung fährt der Arzt mit einem Watteträger an der Wand des Scheidengewölbes entlang. Das Abstrichmaterial rollt er auf einem Objektträger ab und betrachtet es unter dem Mikroskop. Durch die Vaginalzytologie kann relativ genau bestimmt werden, in welcher Zyklusphase die Frau sich gerade befindet. Auch die Messung der morgendlichen Körpertemperatur (Basaltemperaturmethode) sowie die Begutachtung des Gebärmutterhalsschleims (Zervixschleimmethode) tragen zur Feststellung der Zyklusphase und damit der Hormonfunktion bei.

Diagnoseverfahren in der Gynäkologie

Der Vaginalultraschall (Vaginalsonografie, Scheidenultraschall) gehört zu den Standarduntersuchungen der Gynäkologie. Ein stabförmiger Schallkopf wird aus hygienischen Gründen mit einem Kondom überzogen, mit etwas Gleitgel bestrichen und vorsichtig in die Scheide eingeführt. Veränderungen der Organe, z. B. Tumoren oder entzündliche Verdickungen, sind so besser sichtbar als bei einem Ultraschall von außen. Bei Kindern und Jugendlichen, deren Jungfernhäutchen (Hymen) noch verschlossen ist, wird der Vaginalultraschall nicht durchgeführt, um Verletzungen zu vermeiden.

Bei Schwangeren nach der 17. Schwangerschaftswoche kann mit dem Vaginalultraschall das Kind nicht mehr richtig untersucht werden. Deshalb wird die Untersuchung von der Bauchdecke aus durchgeführt (Bauchultraschall, abdominale Sonografie). Beim Vaginalultraschall soll die Blase geleert sein, im Bauchultraschall werden die Bilder dagegen bei gefüllter Blase besser (mehr zum Bauchultraschall und zum Ultraschall allgemein).

Bei der Scheidenspiegelung (Kolposkopie, Vaginoskopie) untersucht der Arzt mit einer Lupe in 10- bis 40-facher Vergrößerung die Scheideninnenwand, den Muttermund und die Oberfläche des Gebärmutterhalses. Er achtet auf Entzündungen, Polypen, Warzen oder veränderte Zellbereiche. Letzteres ist für den Bereich rund um den Muttermund wichtig, da hier das robuste Plattenepithel des Muttermunds in das empfindlichere Zylinderepithel des Gebärmutterhalskanals übergeht. Diese Umwandlungszone (Transformationszone) ist anfällig für Zellentartungen und kann zum Ausgangspunkt für Gebärmutterhalskrebs werden. Zur besseren Darstellung atypischer Zellareale betupft der Arzt die Gebärmutterhalsoberfläche mit Essigsäure und einer Jodlösung.

Bei der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) wird das Hysteroskop – üblicherweise in Kurznarkose – durch die Scheide in den Gebärmutterhals eingeführt. Um die nach vorn geknickte Gebärmutter besser einsehen zu können, wird sie aufgerichtet und durch Einblasen von Kohlendioxid entfaltet. Mit einer kleinen Drahtschlinge kann der Arzt während der Untersuchung Gewebeproben aus der Gebärmutterschleimhaut entnehmen. Die Gebärmutterspiegelung zeigt Verklebungen, Polypen, Tumoren wie z. B. Myome und Fehlbildungen der Gebärmutter.

Bei Verdacht auf eine Zellveränderung im oberen Gebärmutterhals oder in der Schleimhaut des Gebärmutterkörpers wird mit einer Ausschabung (Abrasio, Kürettage, Curettage) die oberste Schicht der Schleimhaut der Gebärmutter entfernt und feingeweblich untersucht. Dazu weitet der Arzt schrittweise den Muttermund mit Metallstiften unterschiedlicher Dicke. Er schabt zuerst die Schleimhaut des Gebärmutterhalses aus, anschließend die der Gebärmutterhöhle. Die Schleimhaut wird in zwei getrennten Gefäßen gesammelt, um die Zellveränderungen nach der feingeweblichen Untersuchung richtig zuzuordnen (fraktionierte Abrasio, Cervix-Corpus-Curettage, CCC).

Eine Ausschabung wird nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch durchgeführt, z. B. um sicherzugehen, dass die Gebärmutter nach einer Fehlgeburt keine Mutterkuchenreste mehr enthält oder um Polypen abzutragen. Ausschabungen werden meist ambulant durchgeführt. Trotzdem ist es ratsam, die Behandlung im Krankenhaus vornehmen zu lassen, da es auch bei sachgerechter Durchführung zu heftigen Nachblutungen kommen kann. Die Schleimhaut baut sich nach dem Eingriff beim nächsten Monatszyklus wieder ganz normal auf und die Fruchtbarkeit ist nicht beeinträchtigt.

Die Bedeutung der Brust für die Frau

Die wachsende Brust signalisiert für Mädchen häufig den Eintritt ins Erwachsenen- oder besser gesagt ins Frauenleben. Mehr als jedes andere Körperteil sind die Brüste in den westlichen Industrieländern, vor allem in Werbung, Mode-, Fernseh- und Filmindustrie, Zeichen erotischer Attraktivität. Gemeinhin gilt es heute nicht mehr als anstößig, wenn sich gesunde Frauen einer plastischen Operation unterziehen, um ihre Brüste verändern zu lassen. In anderen Kulturen hingegen verbergen Frauen ihre Brüste konsequent (z. B. in vielen islamisch geprägten Ländern) oder aber gehen sehr gelassen mit ihnen um (wie in den meisten Kulturen Afrikas).

Auch in unserem Kulturraum waren (große) Brüste nicht zu allen Zeiten Symbol weiblicher Sexualität und Anziehungskraft. Im 17. Jahrhundert etwa galt ein großer Busen als unschön, und an den Höfen versuchten die modischen Frauen sein Wachstum sogar durch aufgeschnallte Bleiplatten zu verhindern. Ein Jahrhundert später das Gegenteil: Der Busen wurde durch geschnürte Mieder zu einem offenherzig gezeigten Ausstellungsstück.

Die Brüste bedeuten für die meisten Frauen ein Stück Identität und Quelle des Lustempfindens – einige Frauen empfinden sogar beim Stillen Glücksgefühle. Anderen ist die Berührung ihrer Brüste unangenehm, egal ob sie von Neugeborenen oder Partnern ausgeht. Auch Form und Größe der Brüste variieren, sogar die Größe zwischen linker und rechter Brust ist oft nicht gleich.

Die Sehnsucht nach der perfekten Brust

Viele Frauen fühlen sich minderwertig, wenn ihre Brust nicht der gängigen Vorstellung eines – vermeintlich – „perfekten Busens“ entspricht.

Eine steigende Zahl von Medizinern versucht, dieser Unzufriedenheit abzuhelfen: Brustvergrößerungen sind – trotz der Schwierigkeiten und hohen Kosten der Operation – ein häufiger ästhetisch-medizinischer Eingriff. Wie Untersuchungen gezeigt haben, wird das Problem für eine bestimmte Gruppe von Frauen damit jedoch nicht gelöst: So zeigte eine schwedische Untersuchung, dass Frauen nach einer Brustvergrößerung nicht glücklicher waren als vorher. Im Gegenteil: Die Rate an Selbsttötungen war dreimal so hoch wie die in der Kontrollgruppe . Als Ursache wird vermutet, dass die bereits vor dem Eingriff bestehende Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper auf einer verzerrten Körperwahrnehmung beruht. Eine solche Körperschemastörung (Körperwahrnehmungsstörung, auch bekannt als körperdysmorphe Störung, Körperbildstörung, Body Dysmorphic Disorder oder Syndrom der empfundenen Hässlichkeit) besteht auch nach einer Operation fort.

Das gilt jedoch nicht für Frauen mit unterentwickelten Brüsten (Mikromastie), zumal wenn dies einseitig auftritt. Der teils schwerwiegende psychische Leidensdruck rechtfertigt die operative Brustvergrößerung und die Kosten werden von den gesetzlichen Kassen übernommen.

Auf der anderen Seite profitieren bestimmte Frauen von plastisch-chirurgischen Eingriffen an der Brust. Das betrifft insbesondere Brustverkleinerungen, die bei zu großen Brüsten (Makromastie) jahrelange Rückenschmerzen und Fehlhaltungen beseitigen können, sowie Brustrekonstruktionen nach Brustkrebsoperationen.

Lebenskrise Knoten in der Brust

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Deshalb erzeugen jede Brusterkrankung und jeder noch so kleine Knoten in der Brust Angst. Angst vor der zerstörerischen Kraft von Brustkrebs. Aber auch Angst davor, Attraktivität und Selbstwertgefühl zu verlieren und „danach“ nicht mehr als „richtige“ Frau akzeptiert zu werden. Zudem bleiben nach Brustkrebsoperationen neben mehr oder minder ausgedehnten Narben oft auch Empfindungsstörungen der Brustwarze und der Brustoberfläche zurück.

Frauen verdrängen häufig das Problem, wenn sie einen Knoten selbst tasten und schieben den notwendigen Arztbesuch wochenlang vor sich her. Deshalb unser Vorschlag: Geben Sie sich einen Tag Schonfrist – sorgen Sie dann zügig für Klarheit. Sie verlieren wertvolle Zeit, wenn Sie warten, denn je kleiner der Tumor bei der operativen Entfernung ist, desto besser ist Ihre Prognose!

Wechseljahre

Mit den Wechseljahren (Klimakterium) wird der Übergang von der Geschlechtsreife in das höhere Alter (Senium) bezeichnet, d. h. die Zeitspanne zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Nach dem 55. Lebensjahr sprechen die Mediziner vom Senium. In den Wechseljahren nimmt die Funktion der Eierstöcke und die damit verbundene Ausschüttung der Geschlechtshormone stetig ab. Die sinkende Konzentration von Östrogen und Progesteron bewirkt, dass die Menstruationszyklen unregelmäßig und seltener werden (Prämenopause oder Präklimakterium). Sobald kein Eisprung mehr stattfindet, kann die Frau nicht mehr schwanger werden. Zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr hören die Monatsblutungen auf (Menopause). Die Zeit nach der letzten Monatsblutung wird Postmenopause genannt.

Die Wechseljahre erleben Frauen sowohl körperlich als auch psychisch sehr unterschiedlich. Manche leiden unter den Hormonmangelerscheinungen (Wechseljahrsbeschwerden) und dem sich anbahnenden Übertritt in eine neue Lebensphase, andere werden aktiver denn je. Frauen sind in dieser Lebensphase häufig mit Änderungen in der Familie konfrontiert, die eine depressive Krise auslösen können. Die Kinder sind erwachsen und verlassen das Haus; sie selbst verlieren ihre oft wichtigste und tagesfüllende Aufgabe (Empty-Nest-Syndrom). Wie eine Frau mit diesen Veränderungen umgeht, ist häufig entscheidend für den Verlauf der Wechseljahre. Viele Frauen sehen in dieser Phase auch eine Chance zur Umorientierung und zum Neuanfang.

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Abendessen ohne Kohlenhydrate?
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Was wirklich beim Abnehmen hilft

„Low Carb“ und „No Carb“ liegen im Trend: Vor allem beim Abendessen verzichten mittlerweile viele Abnehmwillige auf kohlenhydratreiche Kost. Doch purzeln ohne Brot und Nudeln tatsächlich über Nacht die Pfunde?   mehr

Akne schonend behandeln
Akne schonend behandeln

Wie Sie Ihrer Haut am besten helfen

Nur wenige Jugendliche bleiben von Akne verschont. Leiden die Betroffenen sehr unter der Hauterkrankung, bieten sich viele Möglichkeiten zur Behandlung. Ein Überblick, was hilft.   mehr

Arznei: Achtung bei Nierenschwäche
Arznei: Achtung bei Nierenschwäche

Dosierung mit Apotheker abklären

Eine unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln geht langfristig an die Nieren – vor allem, wenn bereits eine Nierenschwäche besteht. Was es bei Ibuprofen, ASS & Co zu beachten gilt.   mehr

Diabetes-Behandlung bei Kindern
Diabetes-Behandlung bei Kindern

Insulinpumpe besser als -spritze

Die meisten Kinder und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes werden heute mit einer Insulinpumpe behandelt. Bislang war jedoch unklar, wie sicher die Pumpentherapie verglichen mit Insulin-Injektionen ist. Eine Studie schafft nun Klarheit.   mehr

Risiko im Winter: Trockene Augen
Risiko im Winter: Trockene Augen

Was gegen das Sicca-Syndrom hilft

Brennen, Rötung und das Gefühl, etwas im Auge zu haben: Das auch als „trockenes Auge“ bekannte Sicca-Syndrom zeigt sich in einer Reihe unangenehmer Symptome. Wie Betroffene sich verhalten sollten.   mehr

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Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Spitzweg-Apotheke
Inhaber Rolf Widua
Telefon 02406/76 52
E-Mail widua@spitzweg-apotheke-herzogenrath.de