Nieren und Harnwege


Erkrankungen der Nieren und Harnleiter

Akute Nierenbeckenentzündung

Akute Nierenbeckenentzündung (akute Pyelonephritis): Entzündung des Nierenbeckens, bis ins Nierenkelchgewebe vordringend, meist durch Bakterien verursacht. Die akute Nierenbeckenentzündung ist eine häufige Komplikation der Blasenentzündung und kommt bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern. Sie kann – bleibt sie unerkannt – in die chronische Form der Nierenbeckenentzündung übergehen.

Leitbeschwerden

  • Fieber, eventuell mit Schüttelfrost
  • Einseitige Rückenschmerzen in der Nierengegend (Flankenschmerz)
  • Stark beeinträchtigtes Allgemeinbefinden, eventuell mit Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzhaftes und häufiges Wasserlassen.

Wann zum Arzt

Heute noch bei Fieber und brennenden Schmerzen beim Wasserlassen oder bei Rückenschmerzen oberhalb der Taille.

Die Erkrankung

Die akute Nierenbeckenentzündung entsteht fast immer durch Bakterien, die aus der Blase in Richtung Niere aufsteigen. Deshalb ist der Patient meist schon im Vorfeld an einer Blasenentzündung erkrankt. In etwa 90 % der Fälle handelt es sich bei den Bakterien um Escherichia coli, die normalerweise im Dickdarm leben. Sie können auch an den äußeren Geschlechtsorganen vorkommen und die Harnröhre als Eintrittspforte zur Blase nutzen. Von der Blase aus steigen sie durch den Harnleiter zum Nierenbecken hoch. Dies bemerkt der Betroffene aber meist nicht, da er zu diesem Zeitpunkt noch keine Beschwerden hat. In der Regel ist nur eine Niere betroffen. So bleibt dem Erkrankten auch bei schweren Komplikationen noch eine funktionsfähige Niere, die für einen gesunden Menschen ausreicht. Schwangere Frauen und Menschen mit einem vesikorenalen Reflux sind besonders gefährdet. Bei Schwangeren erweitern sich die Harnleiter durch die Wirkung der Hormone, wodurch den Bakterien das Hochwandern erleichtert wird.

Vom Nierenbecken aus verteilen sich die Bakterien im Nierengewebe, genauer im Nierenmark. Vom Immunsystem erkannt, wandern zur Bekämpfung der Bakterien weiße Blutkörperchen in die Nieren und es kommt zur Bildung von kleinen Eiterherden. Gefürchtet ist der Übertritt der Bakterien in die Blutbahn, besonders bei bereits bestehenden Behinderungen des Harnabflusses wie bei Nierensteinen, Nierentumoren oder einer Prostatavergrößerung. Dies kann eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Urosepsis, wie die von den Harnwegen ausgehende Blutvergiftung heißt) auslösen.

Wird die akute Nierenbeckenentzündung früh erkannt und richtig behandelt, heilt sie ohne Komplikationen, wobei oft kleine Narben zurückbleiben, die aber die Nierenfunktion nicht merklich beeinträchtigen. Unterbleibt die rechtzeitige Therapie, drohen Rückfälle, ein Nierenabszess, umfangreiche Narbenbildung sowie die allmähliche Zerstörung der Niere.

Das macht der Arzt

Bei Verdacht auf eine akute Nierenbeckenentzündung prüft der Arzt, ob im Urin des Patienten weiße Blutkörperchen vorkommen. Darüber hinaus veranlasst er eine Urinkultur aus dem Mittelstrahlurin. Vermutet der Arzt eine eingeschränkte Nierenfunktion, so wird die Kreatinin-Konzentration im Blut bestimmt. Mit dem Ultraschall untersucht der Arzt die Nieren auf Eiterherde und Harnabflussstörungen. Möglicherweise erfolgt hierzu auch ein Urogramm.

Zur Behandlung einer akuten Nierenbeckenentzündung mit nur leichten Beschwerden verschreibt der Arzt für 1–2 Wochen Antibiotika.

Eine schwere akute Nierenbeckenentzündung mit hohem Fieber und schlechtem Allgemeinzustand wird im Krankenhaus behandelt. Um die Bakterien sicher abzutöten, werden mehrere hochwirksame Antibiotika gewählt und per Infusion verabreicht. Bessert sich der Zustand des Patienten nach 2–3 fieberfreien Tagen, kann er die Antibiotikatherapie in Form von Tabletten zu Hause fortsetzen.

Warnhinweis: Auch wenn die Beschwerden bereits nach kurzzeitiger Einnahme von Antibiotika verschwinden, muss die Therapie bis zum geplanten Ende eingehalten werden, sonst droht ein Rückfall.

Selbstbehandlung

Halten Sie strikte Bettruhe ein. Auch nach Abklingen der Symptome sind Ruhe und Erholung geboten: Vermeiden Sie vorerst jede körperliche Anstrengung.

Mindestens ebenso wichtig ist es, wenigstens 3 l täglich zu trinken, und zwar sowohl im Akutstadium als auch während der Phase, in der allmählich eine Besserung der Beschwerden eintritt. Besonders empfehlenswert sind Tees mit Heilkräutern, die eine harnsteigernde Wirkung haben bzw. sich zur Durchspülungstherapie empfehlen. Spezielle Blasentees (aus der Apotheke) − meist mit Bärentrauben, Brennnessel, Goldrute, Schachtelhalm oder Birke − wirken harntreibend und leicht desinfizierend. 3–4 Tassen Blasentee pro Tag reichen aus. Blasentees mit Bärentraubenblättern dürfen maximal fünfmal im Jahr für je 1 Woche angewendet werden, da Abbauprodukte des Tees Leberschäden verursachen können. 

Entleeren Sie die Blase regelmäßig und vollständig. Gehen Sie aber nicht ständig auf die Toilette – bei manchen Menschen entwickelt sich sonst ein Automatismus, schon bei leichter Blasenfüllung einen starken Harndrang zu verspüren. Wärme wirkt schmerz- und krampflindernd: Legen Sie Wärmeflaschen, Kirschkernsäckchen oder Heublumenauflagen (Apotheke) auf Unterbauch und Rücken oder setzen Sie sich darauf. Decken Sie sich dann mit einer Wolldecke zu, damit die Wärme länger hält. Hilfreich kann auch ein warmes Voll- oder Sitzbad mit Kamille (Kamillosan®) sein.

Komplementärmedizin

Als Begleitmaßnahme können gegebenenfalls homöopathische Akutmittel wie Apis, Belladonna, Berberis, Cantharis oder Sulfur eingesetzt werden, keinesfalls sollte jedoch eine homöopathische Behandlung anstelle der Antibiotikatherapie erfolgen.

Vorsorge

Zur Vorbeugung kommen die gleichen Maßnahmen in Betracht wie die zur Vermeidung einer (erneuten) Blasenentzündung:

  • Wischen Sie nach dem Toilettengang und bei der äußeren Reinigung des Intimbereichs stets von vorn nach hinten Richtung After − so vermeiden sie eine Verschleppung der Kolibakterien aus der Analregion in die Harnröhre.
  • Halten Sie Unterleib und Füße warm − Auskühlung schwächt das Immunsystem und bereits vorhandene Erreger vermehren sich schneller.
  • Bevorzugen Sie Wäsche aus luftdurchlässiger Baumwolle, die Schweiß und Feuchtigkeit ableitet. Synthetikstoffe und zu enge Kleidung fördern die Bildung eines feuchten Milieus, in dem sich Bakterien rasch vermehren.
  • Verwenden Sie Tampons statt Binden und Slipeinlagen, denn letztere schaffen ebenfalls ein feuchtes Milieu, wenn sie nicht mehr trocken sind (wechseln Sie sie gegebenenfalls öfters).
  • Lassen Sie so viel Luft wie möglich an Ihr äußeres Genital, z. B., indem Sie nachts ohne Unterhose und im Nachthemd schlafen.
  • Wechseln Sie beim Baden im Sommer Ihre nasse Badekleidung sofort nach dem Schwimmen, wenn Sie sich noch sonnen wollen.
  • Manchmal begünstigt Sexualkontakt das Einwandern körpereigener Bakterien in die Blase. Nur selten handelt es sich um eine direkte Ansteckung. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Sex Wasser zu lassen − das schwemmt angeschleppte Bakterien wieder aus, bevor sie sich vermehren können. Die Genitalregion sollte am besten in einem Bidet gewaschen werden.
  • Spermizide Gels und mechanische Verhütungsmittel wie Portiokappe oder Diaphragma fördern Blasenentzündungen − wenn Sie diesen Verdacht haben, probieren Sie andere Verhütungsmethoden.
  • Falls Sie bisher Intimsprays verwendet haben: in den Müll damit! Benutzen Sie für die tägliche Reinigung des äußeren Intimbereichs am besten nur Wasser: Wenn Sie milde ph-neutrale Waschlotion bevorzugen, verwenden Sie diese lediglich in geringen Mengen.
  • Genügen alle diese Maßnahmen nicht, ist eine dauerhafte Vorbeugung mit einem Antibiotikum das einzige effektive Mittel, um Nierenschäden und ständige Erkrankungen des Harntrakts zu vermeiden.

Akutes Nierenversagen

Akutes Nierenversagen (akute Niereninsuffizienz, Schockniere, ANV): Plötzlicher Funktionsverlust beider Nieren bei vorher Nierengesunden, mit ungenügender Ausscheidung von Wasser und Abfallprodukten.

Wird die Behinderung des Harnflusses sofort beseitigt, erholen sich die Nieren rasch wieder. Bleibt das akute Nierenversagen unbehandelt, droht eine Zerstörung der Nieren mit Dialysepflicht. Gefährlich ist das akute Nierenversagen für Patienten, die bereits schwer krank sind: Von ihnen überlebt nur die Hälfte.

Leitbeschwerden

Frühsymptome:

  • Häufig verminderte Harnausscheidung (unter 500 ml Urin pro Tag)
  • Selten vermehrte Harnausscheidung (über 2 500 ml pro Tag).

Spätsymptome:

  • Starke Müdigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Juckreiz
  • Herzstolpern
  • Wassereinlagerungen im Körpergewebe
  • Atemnot durch Flüssigkeit in den Lungen.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn trotz normaler Trinkmengen von Woche zu Woche weniger Urin ausgeschieden wird und sich gleichzeitig Flüssigkeit im Körpergewebe einlagert.

In den nächsten Stunden, wenn trotz genügender Flüssigkeitszufuhr die Urinmenge stark absinkt oder angstauslösendes Herzstolpern oder Atemnot auftreten.

Die Erkrankung

Alle massiven Störungen der Blutzirkulation führen im Körper immer zum gleichen Ergebnis: Obwohl die Nieren und andere Organe bereits nicht mehr ausreichend durchblutet werden, verengen sie ihre zuführenden Gefäße, um das verbleibende Blut für die wichtigsten Körperorgane zu reservieren, also für Herz, Lunge und Gehirn. Damit dem Körper nicht noch mehr Flüssigkeit entzogen wird, reduzieren die Nieren die Ausscheidung von Urin, was zur Oligurie oder Anurie und in der Folge zur Überschwemmung des Körpers mit schädlichen Substanzen führt.

Die Urinmenge ändert sich auch im Verlauf des akuten Nierenversagens: Üblicherweise sinkt sie stark ab, eventuell sogar auf Null, und steigt in der Behandlungs- und Heilungsphase wieder auf normale bis erhöhte Mengen an.

Je nachdem, wo die Ursache für die Schädigung der Nieren liegt, wird das akute Nierenversagen unterteilt in prärenal (vor der Niere), renal (in der Niere) oder postrenal (nach der Niere).

Das prärenale akute Nierenversagen ist die häufigste Form. Starker Blutverlust, mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Blutvergiftung (Sepsis) oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) senken die Nierendurchblutung unter den kritischen Blutdruckwert von 80 mmHg. Die Nieren „laufen trocken“ und es wird kein Primärharn mehr gebildet. Begünstigt wird diese Form des akuten Nierenversagens durch eine (Arteriosklerose der Nierenarterien), besonders bei älteren Menschen) sowie durch die Einnahme bestimmter Schmerzmittel und Medikamente wie ACE-Hemmer.

Wird das Nierengewebe direkt geschädigt, liegt ein renales akutes Nierenversagen vor. Häufige Ursachen sind bereits bestehende Nierenkrankheiten wie akute Nierenentzündungen, Gefäßentzündungen und der Verschluss von Nierenarterien oder -venen. Auch Medikamente und Chemikalien können das Nierengewebe direkt schädigen, so einige Antibiotika, Schmerzmittel (NSAR), Medikamente zur Krebsbehandlung (Zytostatika ) und Röntgenkontrastmittel.

Wird der Abfluss der ableitenden Harnwege auf beiden Seiten plötzlich behindert oder unterbunden, führt das zu einem postrenalen akuten Nierenversagen. Bei chronischer Harnstauung in einem Nierenbecken erweitert sich dieses durch den nicht mehr abfließenden Urin und erdrückt förmlich das umgebende Nierengewebe, das dadurch abstirbt.

Weitere Ursachen eines postrenalen Nierenversagens sind eine Prostatavergrößerung, Tumoren, die sich im Becken ausbreiten (z. B. beim Eierstockkrebs), oder beidseitige Nierensteine.

Das macht der Arzt

Blut- und Urinuntersuchungen auf Kreatinin und Harnstoff geben dem Arzt erste Hinweise auf die Restleistung der Nieren. Da beim akuten Nierenversagen die Nieren oft vergrößert sind, untersucht sie der Arzt per Ultraschall. Auch Nierensteine und andere Behinderungen des Urinabflusses kann er dabei gut erkennen.

Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus. Zuerst wird die Ursache festgestellt und beseitigt, etwa durch das Entfernen von Nierensteinen und das Absetzen verdächtiger Medikamente.

Hoch dosierte Diuretika kurbeln die Urinproduktion an. Solange die Urinausscheidung nicht ausreichend ist, muss die Flüssigkeitszufuhr (Trinkmenge) reduziert werden. Zur Kontrolle wird der Patient täglich gewogen und sein Blutdruck überwacht. Die starke Einschränkung der Trinkmenge führt beim Patienten zu großem Durst – hier bringt eine sorgfältige Mundhygiene mit häufigem Ausspülen Erleichterung. Eine kohlenhydratreiche, eiweiß- und salzarme Ernährung entlastet die Nieren und damit den ganzen Körper von harnpflichtigen Stoffen (Substanzen, die über den Urin ausgeschieden werden). In schweren Fällen des akuten Nierenversagens erfolgt die Ernährung parenteral, also über eine Infusion.

Verschlechtert sich die Nierenfunktion trotz der Behandlung, muss sich der Patient einer Dialyse unterziehen.

Chronische Nierenbeckenentzündung

Chronische Nierenbeckenentzündung (chronische Pyelonephritis, chronische interstitielle Nephritis): Wiederkehrende Entzündung des Nierenbeckens und des Nierenkelchgewebes durch nicht ausgeheilte und wiederkehrende Blasenentzündungen. Typischerweise bestehen Behinderungen des Harnabflusses durch Nierensteine, fehlangelegte Klappen oder Tumoren. Die Krankheit verläuft schubweise, im Schub ähneln die Beschwerden der akuten Nierenbeckenentzündung. Für eine Heilung muss die zugrunde liegende Harnabflussstörung beseitigt werden. In 20 % der Fälle, vor allem bei unzureichender Behandlung, erfolgt der Übergang in das chronische Nierenversagen.

Leitbeschwerden

  • zwischen zwei Krankheitsschüben kaum Beschwerden, während eines Krankheitsschubs die gleichen Beschwerden wie bei der akuten Nierenbeckenentzündung; also Temperaturerhöhung, schmerzhaftes Wasserlassen, beeinträchtigtes Allgemeinbefinden, Flankenschmerz
  • Gewichtsverlust
  • Kopfschmerzen
  • Dumpfe Rückenschmerzen
  • Abnorme Ermüdbarkeit, Appetitlosigkeit
  • Erhöhter Blutdruck.

Die Erkrankung

Ursache für die chronische Nierenbeckenentzündung ist meist eine Abflussbehinderung des Urins. Dazu zählen vor allem Fehlbildungen der ableitenden Harnwege und Nierensteine. Auch Dauerkatheter führen nicht selten über wiederkehrende Blasenentzündungen zur chronischen Nierenbeckenentzündung.

Während bei einer akuten Nierenbeckenentzündung einmalig Bakterien von der Harnblase über die Harnleiter zu den Nieren aufsteigen, geschieht dies bei der chronischen Nierenbeckenentzündung immer wieder. Dies führt zu Vernarbungen infolge ständig ablaufender Entzündungsprozesse. Beschwerden treten erst dann auf, wenn die Bakterienbesiedlung ein bestimmtes Ausmaß überschritten hat.

In der Folge bilden sich häufig Nierenabszesse, Eiteransammlungen also, die sich gegen das gesunde Nierengewebe abkapseln. Patienten mit einem Nierenabszess leiden unter schwerem Krankheitsgefühl mit Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen in der Nierengegend. Das Wasserlassen kann schmerzhaft sein und der Urin ist eitrig, manchmal sogar blutig. Nierenabszesse werden in der Klinik mit Antibiotika-Infusionen behandelt. Ferner muss der Abszess operativ entfernt werden, unter Umständen auch Teile der Niere oder die gesamte Niere.

Weitere Komplikationen sind:

  • Ausbreitung der Bakterien von der Niere aus über die Blutbahnen in den gesamten Körper bei ~ 40 % der Patienten mit chronischer Nierenbeckenentzündung
  • Als schlimmste Folge entwickelt sich ein chronisches Nierenversagen.

Das macht der Arzt

Zur Diagnose der chronischen Nierenbeckenentzündung werden dieselben Untersuchungen durchgeführt wie bei der akuten Nierenbeckenentzündung.

Akute Schübe behandelt der Arzt mit Antibiotika. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Beseitigung der Abflussbehinderung: Nieren- und Harnleitersteine müssen entfernt und eine Prostatavergrößerung behandelt werden.

Weiterführende Informationen

  • www.harnwegsinfekt.de – Website der Universitätsklinik München: Medizinisch gehalten, bietet aber die Möglichkeit, sich umfassend und aktuell mit dem Krankheitsbild der Nierenbeckenentzündung zu befassen.

Chronisches Nierenversagen

Chronisches Nierenversagen (chronische Niereninsuffizienz, CNI): Über Jahre hinweg fortschreitender Verlust der Nierenfunktionen als Folge einer chronischen Grunderkrankung (z. B. Diabetes, Bluthochdruck). Chronisches Nierenversagen führt in den meisten Fällen zum völligen Ausfall der Nieren (terminale Niereninsuffizienz) und damit zur Nierenersatztherapie wie z. B. der Dialyse. Das Endstadium eines chronischen Nierenversagens wird auch als Urämie (Vergiftung des Körpers durch harnpflichtige Stoffe) bezeichnet. In einem frühen Stadium kann die weitere Zerstörung von Nierengewebe verhindert oder zumindest hinausgezögert werden.

Leitbeschwerden

Alle Beschwerden sind stark vom Stadium des Nierenversagens abhängig, die meisten Symptome treten erst spät im Krankheitsverlauf auf.

Im Anfangsstadium:

  • Vermehrte Urinausscheidung und nächtliches Wasserlassen (Nykturie).

Bei fortgeschrittener Erkrankung:

  • Von Monat zu Monat immer weiter absinkende Urinmenge
  • Müdigkeit und Leistungsminderung
  • Ödeme in den Beinen, Händen oder im Gesicht
  • Kopfschmerzen und Schmerzen in der Nierengegend
  • Starker Juckreiz am ganzen Körper
  • Blasse oder gelblich braune Hautfarbe
  • Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, übler Mundgeruch (riecht nach Ammoniak), quälendes Durstgefühl
  • Erektionsstörungen trotz sexueller Erregung
  • V. a. beim Einschlafen „unruhige Beine“ (Restless-Legs-Syndrom), Muskelzuckungen.

Wann zum Arzt

Am nächsten Tag, wenn eine oder mehrere der genannten Beschwerden auftreten.

Die Erkrankung

Mit über 50 % sind die häufigsten Ursachen des chronischen Nierenversagens nicht ausgeheilte oder immer wiederkehrende Entzündungen (seltener auch Fehlbildungen) von Niere und Nierenbecken, allen voran die Glomerulonephrititis oder die akute Nierenbeckenentzündung. Sie führen unbehandelt und oft selbst unter optimaler Therapie zum Nierenversagen. In etwa einem Fünftel der Fälle ist Diabetes die Ursache. Auch sind Diabetiker besonders gefährdet, da bei ihnen das Nierenversagen besonders rasch voranschreitet. So erklärt sich auch, weshalb fast die Hälfte aller Dialyse-Patienten Diabetiker sind. Die übrigen Fälle des chronischen Nierenversagens sind weniger eindeutig einzelnen Ursachen zuzuordnen; so spielen Medikamentmissbrauch wie der von Schmerzmitteln (NSAR), Bluthochdruck, aber auch die nachlassende Nierenleistung im hohen Lebensalter eine Rolle.

Das Endstadium der aufgeführten Erkrankungen sind Schrumpfnieren, deren Gewicht dann einseitig oder beidseitig nur noch bei einem Bruchteil ihres Normalgewichts liegt. So kennt man eine glomerulonephritische, pyelonephritische oder vaskuläre Schrumpfniere. Manchmal ist die zugrunde liegende Ursache wegen des fortgeschrittenen entzündlich-narbigen Umbaus des Nierengewebes nicht mehr eindeutig feststellbar.

Da der Schweregrad des chronischen Nierenversagens von „fast harmlos“ bis „unbehandelt in wenigen Tagen tödlich“ reicht, hat sich die Einstufung des chronischen Nierenversagens in vier Stadien bewährt, abhängig von der Restleistung der Nieren. Diese wird anhand der GFR (glomeruläre Filtrationsrate) bestimmt.

Das macht der Arzt

Hat der Erkrankte Diabetes oder Bluthochdruck, überprüft der Arzt regelmäßig die Nierenfunktion durch Urin- und Blutuntersuchungen. Mithilfe des Ultraschalls beurteilt er die Größe der Nieren (verkleinerte Nieren oder auch Schrumpfnieren sind typisch für das chronische Nierenversagen).

Um das Fortschreiten des chronischen Nierenversagens hinauszuzögern, müssen möglichst alle schädlichen Einflüsse auf die Nieren ausgeschaltet werden, so vor allem der Bluthochdruck mithilfe nierenschützender ACE-Hemmer und Schleifendiuretika. Infektionen der Harnwege müssen sorgfältig mit Antibiotika behandelt werden, da sie die Zerstörung der Nieren beschleunigen.

Da die Nieren für die Produktion des Hormons Erythropoetin verantwortlich sind, kommt es beim chronischen Nierenversagen auch zur Blutarmut (Anämie). Sie wird mit künstlich hergestelltem Erythropoetin sowie mit Eisentabletten behandelt, um einen Hämatokritwert (Anteil der festen Blutbestandteile am Gesamtblut) von mindestens 30 % zu halten.

Ein Mangel an Vitamin D3 wird durch die Zufuhr von Vitaminpräparaten ausgeglichen, um einem Knochenabbau vorzubeugen.

Ernährung. Der Patient muss seine Nahrung dem Zustand der Nieren anpassen: Dies bedeutet den Verzicht vor allem auf Eiweiß (Fleisch, Milchprodukte) und die Aufnahme von weniger Salz und Phosphaten (Käse, Nüsse, Fleisch). Gleichzeitig müssen aber genug Kalorien (30–35 kcal pro kg Körpergewicht) zugeführt werden. Diese Ernährungsweise ist sehr schwer durchzuhalten, da das Essen als wenig schmackhaft empfunden wird und die Betroffenen meist keinen Appetit haben. Zudem hat diese Diät nur einen schwachen Effekt: Die Erkrankung schreitet dennoch weiter voran. Viele Patienten halten sich nicht an die Diätempfehlung, weil sie sich eine gewisse Lebensqualität erhalten möchten.

Trinkmenge. Der Patient muss seine Trinkmenge an die Flüssigkeitsmenge anpassen, die als Urin wieder ausgeschieden wird: Solange die Urinmenge noch normal ist, gilt es, viel zu trinken; sobald die Urinmenge absinkt, muss weniger getrunken werden, und kurz vor der Dialysepflicht und auch währenddessen ist die Trinkmenge strikt zu beschränken. Möglicherweise sind bei Begleiterkrankungen Abweichungen von dieser Strategie angezeigt.

Therapie- und Ernährungsprogramm werden an die individuellen Lebensgewohnheiten des Erkrankten angepasst. Dies erfordert eine gute Zusammenarbeit zwischen Internist und Patient. Ab dem Stadium III des chronischen Nierenversagens ist es wichtig, dass der Patient seinen „Bewässerungszustand“ eigenständig überwacht. Seine Tagesration an benötigter Trinkmenge legt er fest, indem er sich jeden Morgen wiegt. Das hilft, das Fortschreiten des Nierenversagens zu verzögern.

Die Dosis aller Medikamente, deren Abbauprodukte über die Nieren ausgeschieden werden, muss dem Zustand der Nieren angepasst werden. Vor jeder Medikamentenverordnung muss der Arzt daher auf ein bestehendes Nierenversagen hingewiesen werden! Dies gilt auch für geplante Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln, um die erhöhte Gefahr eines akuten Nierenversagens zu vermeiden.

Weiterführende Informationen

  • www.nierenportal.de – Website der Gesellschaft für Nephrologie, Heidelberg: Kurze Infotexte zu Nierenkrankheiten und speziell zum akuten und chronischen Nierenversagen.

Glomerulonephritis

Glomerulonephritisn (GN, Nierenkörperchenentzündung): Schwere, akute oder chronische Entzündung der Nierenkörperchen beider Nieren, oft mit unbekanntem Auslöser. Manchmal ist eine Glomerulonephritis die Spätfolge einer bakteriellen Entzündung wie Scharlach oder Mittelohrentzündung, manchmal ist sie Bestandteil einer schweren rheumatologischen Erkrankung. Die Glomerulonephritis kann akut, aber auch chronisch auftreten. Betroffene Kinder haben sehr gute Heilungschancen, die Hälfte der erwachsenen Patienten behält hingegen einen Nierenschaden zurück, der lebenslang kontrollbedürftig ist.

Eine Glomerulonephritis betrifft immer beide Nieren. Darin liegt auch die Gefahr bei dieser Erkrankung, denn nicht selten führt die Glomerulonephritis zum chronischen Nierenversagen.

Leitbeschwerden

Akute Form:

  • Ödeme (Wassereinlagerungen), vor allem im Gesicht
  • Krankheitsgefühl mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und Fieber
  • Blut im Urin (Urin sieht aus wie Cola oder Eistee) oder schaumiger Urin
  • Schmerzen im Rückenbereich, etwas oberhalb der Taille oder der Lendenregion
  • Erhöhter Blutdruck.

Chronische Form:

  • Appetitlosigkeit und Mundgeruch
  • Übelkeit
  • Juckreiz.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen bei nachlassendem Appetit und häufigerer Übelkeit oder bei starkem Juckreiz am ganzen Körper.

Heute noch, wenn morgens nach dem Aufwachen das Gesicht geschwollen ist, Blut im Urin ist, kurz nach einer Infektionskrankheit wieder Fieber auftritt oder starke Schmerzen in der Nierengegend auftreten.

Die Erkrankung

Im Blut patrouillieren ständig Abwehrzellen des Immunsystems, um Krankheitserreger zu identifizieren und die Bildung von Antikörpern (körpereigenen Abwehrstoffen) einzuleiten. Mit dem Blutstrom werden diese Antikörper auch in die Nieren geschwemmt, wo sie sich bei einer Glomerulonephritis in den Nierenkörperchen festsetzen und dadurch eine Entzündung auslösen.

Im Einzelnen kommt es zu einer Glomerulonephritis, wenn

  • Sich Bestandteile von Bakterien mit Antikörpern zusammenballen und Antigen-Antikörper-Komplexe bilden (Immunkomplexnephritis)
  • Das Immunsystem die Antikörper nicht gegen die Antigene von Bakterien und Viren, sondern überschießend gegen Bestandteile der Membranen der Nierenkörperchen (Autoantikörper) produziert, z. B. im Rahmen einer Antibasalmembran-Glomerulonephritis, membranösen Glomerulonephritis
  • Sich die Nierenkörperchen aus unbekanntem Grund entzünden (idiopathische Glomerulonephritis).

Abgesehen von diesen drei Formen gibt es viele weitere Unterformen der Glomerulonephritis. In der Praxis hat es sich bewährt, die Einteilung nach den Beschwerden und dem Verlauf vorzunehmen, sodass zwischen akuten und chronischen Formen unterschieden wird.

Akute Glomerulonephritis. Häufig handelt es sich hierbei um eine Immunkomplexnephritis, die im Rahmen einer Infektion mit Bakterien auftritt, genauer gesagt mit Streptokokken der Gruppe A, die auch Scharlach oder Mittelohrentzündungen auslösen. Nach überstandener Infektion kommt es wenige Wochen später zu einer akuten Glomerulonephritis, weshalb diese Form Poststreptokokken-Glomerulonephritis genannt wird.

Eine seltene, jedoch besonders aggressive Form der akuten Glomerulonephritis ist die rasch progrediente Glomerulonephritis. Sie betrifft vor allem Menschen mit rheumatologischen Erkrankungen und führt innerhalb weniger Monate zum Nierenversagen.

Chronische Glomerulonephritis. Sie entwickelt sich schleichend über viele Jahre und bleibt deshalb lange unentdeckt, da die Ursachen nur selten offensichtlich sind und auch nur in Ausnahmefällen zuerst ein akutes Stadium auftritt. Die Patienten haben lange nur milde und allgemeine Beschwerden. Wenn überhaupt, wird die Diagnose meist per Zufall gestellt, z. B. wenn der Arzt bei einer Routineuntersuchung geringe Mengen Blut oder Eiweiß im Urin entdeckt. Die chronische Glomerulonephritis ist nicht heilbar und führt im Allgemeinen zur Dialysepflicht.

Das macht der Arzt

Da die akute Glomerulonephritis relativ typische Beschwerden verursacht, wird die Krankheit oft früh entdeckt. Im Urin der Patienten lassen sich immer Eiweiße und kleine Mengen Blut feststellen. Blutuntersuchungen zeigen eine überwundene Streptokokkeninfektion oder eine rheumatologische Erkrankung an. Unerlässlich ist die Nierenbiopsie, zumindest bei größeren Eiweißverlusten über 2 000 mg pro Tag (Makroalbuminurie) und hohen Kreatininwerten.

Die chronische Glomerulonephritis wird vielfach bei einer Routinekontrolle des Urins diagnostiziert. Wie bei der akuten Form finden sich auch bei der chronischen Glomerulonephritis Eiweiße und kleine Mengen Blut im Urin. Zusätzlich misst der Arzt den Blutdruck.

Für alle Formen der Glomerulonephritis sind mehr oder weniger die gleichen Behandlungsmaßnahmen angezeigt. Dazu gehören:

  • Körperliche Schonung
  • Eiweißarme Kost
  • Bei Ödemen: salzarme Diät und eventuell entwässernde Medikamente
  • Bei Bluthochdruck: bluthochdrucksenkende Medikamente.

Je nach Ursache kommen spezielle Therapien hinzu:

  • Bei einer Infektion mit Streptokokken: das Antibiotikum Penizillin oder ein Cefalosporin
  • Bei einer rheumatischen Erkrankung: Intensivierung der Therapie der rheumatischen Erkrankung, z. B. durch Kortison oder durch Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken wie z. B. Cyclophosphamid.

Prognose

Gute Aussichten haben Patienten mit einer akuten Poststreptokokken-Glomerulonephritis, da diese Form, rechtzeitig therapiert, bei über 90 % der Kinder und bei 50–75 % der Erwachsenen vollständig ausheilt.

Die Aussichten der rasch progredienten Glomerulonephritis hängen stark vom Zeitpunkt der Diagnose und der Therapie ab. In 40 % der Fälle ist die spätere Dialysepflicht nicht zu verhindern.

Die chronische Glomerulonephritis, z. B. bei rheumatischen Erkrankungen, hat eine schlechte Prognose. Die meisten Patienten müssen sich innerhalb weniger Jahre mit der Dialyse abfinden.

Weiterführende Informationen

  • www.nierenportal.de – Website der Gesellschaft für Nephrologie, Heidelberg: Kurze, informative Texte für Patienten zu Nierenerkrankungen, speziell zur Glomerulonephritis.

Nephroblastom

Nephroblastom (Wilms-Tumor): Bösartiger Tumor der Niere, der im Kleinkindalter auftritt, meist zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr. Das Nephroblastom ist einer der häufigeren bösartigen Tumoren im Kindesalter, im Erwachsenenalter tritt er dagegen äußerst selten auf. Kennzeichnend ist eine schmerzlose Vorwölbung der Bauchdecke, durch die der Tumor tastbar ist. Die Heilungschancen sind sehr gut, solange sich noch keine Metastasen gebildet haben. Dann wird eine 5-Jahres-Überlebensrate von über 80 % erreicht.

Nephrotisches Syndrom

Nephrotisches Syndrom: Akute oder chronische Nierenschädigung, die mit hohen Eiweißverlusten und typischen Beschwerden, insbesondere Ödemen, einhergeht. Es wird durch verschiedene (Nieren-)Krankheiten ausgelöst. Wird die Ursache beseitigt, verschwindet meist auch das nephrotische Syndrom. Es kann aber auch zum chronischen Nierenversagen mit Dialysepflicht führen. Eine besonders gute Prognose haben Kinder, bei denen sich ein nephrotisches Syndrom aus einer Glomerulonephritis entwickelt hat. Schlechtere Aussichten haben Patienten mit einer Antibasalmembran-Glomerulonephritis sowie Diabetiker.

Leitbeschwerden

  • Ödeme, vor allem in Beinen (Knöchel), Armen und Gesicht (Augenlider)
  • Gewichtszunahme, bedingt durch die Wassereinlagerungen
  • Schaumiger Urin
  • Neigung zu Thrombosen (Blutgerinnseln)
  • Erhöhter Blutdruck
  • Infektanfälligkeit.

Die Erkrankung

Gesunde Nieren besitzen mit den Nierenkörperchen ein Filtersystem, das große Moleküle wie z. B. Eiweiße zurückhält und Wasser sowie kleinere Stoffe (z. B. Mineralien) durchlässt. Eiweiße verhalten sich in den Blutgefäßen wie ein Schwamm, der Wasser aufsaugt und bindet, und sorgen so dafür, dass der Wasserhaushalt von Blutgefäßen und Körpergewebe im Gleichgewicht bleibt. Beim nephrotischen Syndrom entstehen im Filtersystem der Niere „Lecks“. Durch diese Lecks gehen große Mengen an Eiweiß über den Urin verloren. Diese Eiweiße sind es auch, die den Urin schaumig werden lassen. Infolge des starken Eiweißverlusts verlagert sich Flüssigkeit aus den Blutgefäßen ins Körpergewebe, das zu Ödemen an Beinen, Armen und im Gesicht führt.

In ~ 75 % der Fälle entsteht das nephrotische Syndrom infolge einer Glomerulonephritis, andere Ursachen sind Langzeitschäden des Diabetes, so die diabetische Nephropathie und die Glomerulopathie.

Das macht der Arzt

Am einfachsten ist der Nachweis von Eiweiß im Urin mit einem Urin-Teststreifen. Genauer ist die Messung der Eiweißausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin, die beim nephrotischen Syndrom über 3 000 mg pro Tag liegt (normal ist ein Wert unter 150 mg). Weitere Urin- und Blutuntersuchungen dienen der genauen Abklärung der Ursache. In den meisten Fällen ist für die genaue Diagnose zudem eine Nierenbiopsie notwendig.

Grundsätzlich versucht der Arzt immer sowohl die Beschwerden als auch die zugrunde liegende Ursache des nephrotischen Syndroms zu beseitigen, damit die Nieren nicht dauerhaft geschädigt werden. Beschwerden werden vom Arzt wie folgt behandelt:

  • Ödeme werden mit Diuretika ausgeschwemmt.
  • Eiweißverluste über die Nieren und eventuell erhöhter Blutdruck werden reduziert.
  • Die Nieren werden durch eine salz- und eiweißarme Ernährung entlastet.

Zur Behandlung der Ursachen zählen die optimale Einstellung eines Diabetes, die Bekämpfung einer Niereninfektion oder das Absetzen schädlicher Medikamente.

Selbsthilfe

Menschen mit Diabetes Typ 2 wird empfohlen, die Aufnahme von Kochsalz (Natriumchlorid) mit der Nahrung auf maximal 6 g täglich zu beschränken. Studien zufolge kann eine kochsalzarme Ernährung eine erhöhte Eiweißausscheidung über den Urin signifikant reduzieren und damit das Risiko für Nierenschäden verringern.

6 g Speisesalz entsprechen in etwa einem gestrichenen Teelöffel voll Salz. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt die Speisesalzzufuhr bei ca. 70 % der Frauen und bei ca. 80 % der Männer derzeit zu hoch. Der größte Teil wird über verarbeitete Lebensmittel und den Verzehr außer Haus zubereiteter Speisen zugeführt. Um den Salzkonsum zu reduzieren, sollte der Verzehr verarbeiteter Lebensmittel reduziert und der Verzehr unverarbeiteter Lebensmittel, wie Gemüse und Obst gesteigert werden. Es empfiehlt sich, bei der Speisenzubereitung mit weniger Salz, dafür mit reichlich Gewürzen und Kräutern zu würzen. Es fällt leichter, die Salzzufuhr zu verringern, wenn dies in kleinen Schritten passiert, damit man sich an den schwächeren Salzgeschmack gewöhnen kann.

Nierenarterienstenose

Nierenarterienstenose (Nierenschlagaderverengung): Verengung der Nierenarterien, verursacht durch eine Arteriosklerose (80 %) mit oder ohne Thrombose oder eine angeborene Gefäßfehlbildung (20 %). Alle Störungen führen zu Bluthochdruck und/oder einer Abnahme der Nierenfunktion. Die Leitbeschwerden entsprechen denen anderer Bluthochdruckformen. Eine Arteriosklerose ist v. a. bei älteren Menschen Ursache der Nierenarterienstenose. Erhöhter Blutdruck bei jüngeren Patienten sollte die Aufmerksamkeit des Arztes auf eine angeborene Fehlbildung der Nierenarterien lenken.

Das macht der Arzt

Wenn die Verengung der Nierenarterien bereits stark fortgeschritten ist, hört der Arzt mit dem Stethoskop ein Strömungsgeräusch in der Gegend des Bauchnabels. Mit dem Farb-Duplex-Ultraschall lassen sich Blutstrom und somit mögliche Gefäßverengungen bildlich darstellen. Um die verengten Nierenarterien zu dehnen, führt der Arzt zuerst eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (Nierenarteriografie) durch. Unter Röntgenkontrolle schiebt er dann einen Ballonkatheter von der Beinarterie bis in die Nierenarterie, um durch Aufblasen des Ballons die Nierenarterie zu dehnen. Bei Patienten, die schon seit vielen Jahren aufgrund einer Nierenarterienstenose Bluthochdruck haben, wird der Blutdruck gesenkt.

Nierenfehlbildungen und -fehllagen

Etwa ein Drittel aller angeborenen Fehlbildungen betreffen die Urogenitalorgane, also die Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane. Der größte Teil der Fehlbildungen ist ohne medizinische Bedeutung und wird oft zufällig im Erwachsenenalter im Rahmen einer Untersuchung mit Ultraschall, z. B. beim Check-up, gefunden.

Wachsen während der Embryonalentwicklung beide Nieren an ihrem unteren Ende zusammen, handelt es sich um eine Hufeisenniere. Manchmal ist ein Teilbereich der Nieren nicht vollständig ausgebildet. Zwei Drittel der Menschen mit einer Hufeisenniere leben ohne Beschwerden. Allerdings ist die Gefahr für Nierensteine und Blasenentzündungen deutlich erhöht. Eine operative Behandlung dieser relativ häufigen Nierenfehlbildung ist nur selten notwendig.

Bei der Beckenniere handelt es sich um eine Nierenfehllage, denn eine Niere ist ins Becken abgesenkt. Sie kann zu einer Behinderung des Harnflusses führen.

Die einseitig fehlende Niere (unilaterale Nierenagenesie) ist eine seltene Fehlbildung, bei der nur eine Niere angelegt ist. Funktioniert diese meist vergrößerte Niere, kann der Patient damit sehr gut leben.

Zystennieren sind dagegen je nach Ausprägung manchmal eine folgenschwere und auch häufig vorkommende, genetisch bedingte Fehlbildung, bei der die Nieren mit Zysten übersät sind. Zysten sind unterschiedlich große Hohlräume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Die Krankheit macht sich erst zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr bemerkbar. Leitbeschwerden sind Blut im Urin (Hämaturie), häufige Blasenentzündungen und Nierensteine. Nach einigen Jahren ist die Dialyse unumgänglich, denn bisher ist eine Behandlung nicht möglich.

Von den Zystennieren abzugrenzen sind die noch häufigeren Nierenzysten: Während die Zystenniere eine vererbte Fehlbildung ist und das ganze Nierengewebe betrifft, entwickeln sich Nierenzysten im höheren Alter und sind vielfach nur einzeln vorhanden. Unbekannt ist, warum sich Nierenzysten entwickeln – fast immer sind sie aber völlig harmlos. Selten verbirgt sich dahinter ein zystisch umgewandelter Nierenkrebs. Im Zweifelsfall und bei Beschwerden können die Zysten operativ entfernt werden.

Nierenkrebs

Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom, Adenokarzinom der Nieren, Hypernephrom): Bösartiger Nierentumor, zunehmend nach dem 50. Lebensjahr auftretend. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen; Rauchen und Gifte wie Kadmium (z. B. in Tabakrauch und Düngemitteln) gelten als Risikofaktor.

Nierenkrebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Erst spät bemerkt der Patient Blut im Urin (der Tumor ist bereits in die ableitenden Harnwege eingedrungen) und Schmerzen in der Nierengegend. Hat der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch keine Metastasen gebildet, ist die Prognose gut und eine Heilung oft möglich (5-Jahres-Überlebensrate 65 %). Ist der Tumor bereits in das Venensystem oder in die Nachbarorgane eingebrochen, ist die Prognose schlecht.

Das macht der Arzt

Nierenkrebs ist mittels Ultraschall oder CT gut zu diagnostizieren. In aller Regel wird der Tumor operativ entfernt. Je nach Tumorausbreitung müssen die betroffene Niere, die Nebenniere und die lokalen Lymphknoten entfernt werden. Der Nutzen der Nierenentfernung ist aber bei Patienten über 75 Jahren neuerdings umstritten.

Wie eine Studie der Universität Mainz belegt, ging es Krebspatienten, denen die Niere nur teilweise entfernt worden war, deutlich besser als denjenigen, deren Niere die Ärzte komplett entnommen hatten. Sparten die Ärzte das Nephron – die Filtereinheit der Niere – aus, traten bei diesen Personen in der Folge nur halb so viele chronische Krankheiten auf als bei den Patienten, denen die ganze Niere fehlte. So verbessert die Nephron-Aussparungs-OP die allgemeine Gesundheit und Lebensqualität von Nierenkrebspatienten jeden Alters.

Nierensteine und Nierenkolik

Nierensteine (Harnsteine, Nephrolithiasis, Urolithiasis): Auskristallisierte Substanzen, die normalerweise gelöst im Urin vorkommen, behindern als feste Gebilde in den Nieren und den ableitenden Harnwegen den Harnabfluss. Je nachdem, wo sich die Steine befinden, spricht der Arzt von Nierensteinen, Nierenbeckensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen. Die Steine können mehr als haselnussgroß, aber auch winzig klein sein (Harngrieß) und verursachen abhängig von ihrer Lage starke bis stärkste wellenförmige Schmerzen. Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen, am häufigsten im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Die Mehrzahl der Steine geht spontan mit dem Urin ab, die anderen lassen sich fast immer durch ärztliche Behandlung entfernen.

Nierenkolik: Stärkste wellenförmig bis krampfartige Schmerzen im hinteren seitlichen Unterbauchraum (Nierenlager) infolge Einklemmung von Nieren- oder Harnleitersteinen, selten auch durch Blutgerinnsel oder abgestorbenes Nierengewebe. Dadurch kann der Urin nicht mehr abfließen.

Leitbeschwerden

  • (Äußerst) starke, krampfartige Schmerzen (Koliken) im unteren seitlichen Rückenbereich und/oder im Unterbauch mit Ausstrahlung in Hoden oder Schamlippen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blut im Urin.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn Blut im Urin ist.

Sofort den Arzt rufen, wenn Koliken auftreten.

Die Erkrankung

Nieren-, Nierenbecken- und Harnleitersteine (kurz: Nierensteine) können aus ganz verschiedenen Materialien bestehen. Am häufigsten sind Kalziumoxalatsteine (kalk- und oxalathaltig, ~ 70 %), Harnsäuresteine (Uratsteine ~ 15 %) und Struvitsteine (Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine, ~ 10 %). Allen gemeinsam ist der Mechanismus der Steinbildung: Am Anfang steht eine Substanz (Kalzium, Oxalat, Harnsäure), die in hoher Konzentration im Urin vorliegt. Normalerweise sind diese Festsubstanzen im Urin gelöst, so wie Zucker im Tee. Ab einer gewissen Menge wird die Löslichkeit der Substanz jedoch überschritten und sie kristallisiert, wird also fest. An das Kristall lagern sich nun immer mehr gleichartige Moleküle an und der Stein wächst.

Besonders rasch entwickeln sich Nierensteine bei:

  • Hohem Eiweißkonsum (Fleisch, Milchprodukte)
  • Starkem Kaffee-, Schwarztee- und Alkoholgenuss
  • Ungenügender Flüssigkeitszufuhr
  • Harnstauung, Harnwegsinfekten
  • Blasenentzündungen
  • Erhöhter Kalziumkonzentration im Blut.

Nierensteine kommen selten nur ein Mal vor, die Gefahr einer wiederholten (rezidivierenden) Steinbildung ist sehr groß.

Eine Kolik tritt auf, wenn sich ein Nierenstein aus dem Nierenbecken löst und in Richtung Blase wandert. Der Stein bleibt im engen Harnleiter stecken und reizt die Schleimhaut. Die Muskulatur in der Harnleiterwand verkrampft sich und löst so den starken Schmerz aus. Hat sich der Stein bis zur Blase vorgearbeitet, hört der Schmerz schlagartig auf.

Das macht der Arzt

Anhand der charakteristischen Schmerzen der Nierenkolik kann der Arzt meist ohne weitere technische Untersuchung ein Nierensteinleiden diagnostizieren. Per Ultraschall bestimmt er dann die aktuelle Position und Größe der Nierensteine, die ab einer Größe von 0,5 cm im Ultraschall sichtbar sind; oft fertigt er ein Röntgenbild mit oder ohne Kontrastmittel an. Da die meisten Nieren- und Harnleitersteine Kalzium enthalten, erkennt der Arzt sie deutlich als helle Strukturen im Röntgenbild, verkalkte Lymphknoten oder Venen können aber genauso aussehen. Urin- und Blutuntersuchungen geben Aufschluss darüber, ob zusätzlich eine Infektion der ableitenden Harnwege oder eine Nierenschädigung vorliegt. Vor allem bei Patienten, die immer wieder an Nierensteinen leiden, wird nach der Steinentfernung die genaue Zusammensetzung der Steine untersucht. Die Kenntnis der einzelnen Substanzen und die Bestimmung der Kalzium- und Phosphatwerte im Blut erleichtern die Vorbeugung weiterer Rückfälle.

Bei Koliken hat die Behandlung der Schmerzen höchste Priorität: Der Arzt verabreicht starke Schmerzmittel, z. B. Opiate wie etwa Pethidin (Dolantin®); gleichzeitig verschreibt er entzündungshemmende Medikamente (z. B. Diclofenac®). Bettruhe ist nicht erforderlich, im Gegenteil: Der Patient soll sich bewegen und so viel wie möglich trinken, um den Steinabgang zu fördern. Die meisten kleineren Nierensteine bis zu 5 mm Größe gehen auf diese Weise spontan ab.

Ist das nicht der Fall, werden sie im Krankenhaus entfernt, wofür verschiedene Methoden zur Verfügung stehen:

  • Dominierend mit ~ 90 % der Eingriffe ist die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Hierbei liegt der Patient auf einem speziellen Behandlungstisch mit einer Aussparung, in der eine Ankopplung des Körpers an die Behandlungseinheit mittels schallleitenden Gels erfolgt. Unter kombinierter Röntgen-Ultraschall-Kontrolle kann der Stein lokalisiert werden. Die Schallwellen werden exakt auf die Körperstelle ausgerichtet, an der sich der Nierenstein befindet, sodass es in mehreren Sitzungen zur Zerkleinerung (Desintegration) des Steins kommt. Die Bruchstücke gehen danach problemlos über den Urin ab.
  • Nierensteine über 2 cm Größe, Nierensteine, die das Nierenbecken ausfüllen, und Harnleitersteine müssen, wenn möglich, endoskopisch entfernt werden. Dazu wird das Endoskop über Harnröhre und Harnblase oder alternativ durch einen Schnitt in der Haut zum Stein vorgeschoben. Mit Laser oder Ultraschall zerkleinert der Arzt dann den Stein und entfernt die Bruchstücke mit einer kleinen Schlinge oder Zange aus dem Harnleiter (Schlingenextraktion).

Eine medikamentöse Steinentfernung (orale Chemolitholyse) gelingt nur bei Harnsäuresteinen mit Kalziumzitrat, z. B. Blemaren, oder Kalium-Natrium-Hydrogencitrat, z. B. Uralyt U in einer langwierigen Therapie über mehrere Monate mit dem Medikament Allopurinol (z. B. Zyloric®), das die Harnsäurebildung im Blut verringert.

Vorsorge

Oft reichen einfache Vorkehrungen, um eine Nierensteinbildung zu verhindern:

  • Trinken Sie täglich 2–3 l Flüssigkeit, am besten Wasser, Fruchtsäfte (außer Apfel- und Grapefruitsaft) sowie Kräutertees.
  • Sorgen Sie für einen möglichst stark verdünnten (hellen) Urin. Dazu können sie mit einem Urin-Teststreifen das spezifische Gewicht (= Konzentration) bestimmen. Es sollte den Wert von 1,010 g/l nicht überschreiten.
  • Trinken Sie schwarzen Tee und Alkohol nur in Maßen – diese Getränke entziehen dem Körper Wasser (umstritten ist aber der Rat, auch auf Kaffee zu verzichten).
  • Reduzieren Sie den Fleischkonsum und meiden Sie Innereien, wenn Sie zu Harnsäuresteinen neigen.
  • Meiden Sie Schokolade, Spinat und Rhabarber bei Kalziumoxalatsteinen.

Reichen diese vorbeugenden Maßnahmen nicht aus, gibt es verschiedene Medikamente, die die Neubildung von Nierensteinen erschweren, indem sie den pH-Wert des Urins so ändern, dass die steinbildenden Mineralien gelöst bleiben und nicht auskristallisieren.

Nierenverletzungen

Nierenverletzungen: Sie treten besonders nach Einwirken stumpfer Gewalt auf, so bei Unfällen im Straßenverkehr. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, da bei ihnen die schützende Fettkapsel um die Nieren noch nicht voll ausgebildet ist.

Der Schweregrad einer Nierenverletzung reicht von einer Prellung bis hin zur völligen Zerstörung der Niere mit Abriss der Gefäße. Muss eine Niere entfernt werden und die andere funktioniert noch einwandfrei, kann der Patient nach der Genesung normal weiterleben.

Leitbeschwerden

  • Schmerzen in der Nierengegend
  • Blut im Urin (bei 80 % der Betroffenen)
  • Schockzeichen wie Schwäche und Schwindel bei starker Blutung aus der geschädigten Niere.

Das macht der Arzt

Prellungen müssen nicht operiert, aber sorgfältig überwacht werden. Wenn das Nierengewebe jedoch schwerer geschädigt ist oder die zu- und abführenden Gefäße gerissen sind, wird operiert. Wenn möglich, versucht der Chirurg, die betroffene Niere zu erhalten. Ist das Organ jedoch völlig zerstört (in ~ 15 % der Fälle), muss es entfernt werden.

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